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 Guten Abend, guten Morgen, grüß Gott,
in den Nachrichten war die Rede von Saharasand, der mit den Winden seinen 
Weg nach Deutschland findet.
Mir flog so ein Sandkorn zu. Ich drehte es. Ich rollte es zwischen den 
Fingern, befühlte es. Hörte ihm zu.
Ein Gedicht entstand ...


Sahara-Sandkorn

Geboren aus Stein,
vor Millionen von Jahren.

Wurdest geschliffen, gerieben
vom  Zahn der Zeit.
Und von Winden getrieben
sahst du alles erdenkliche menschliche Leid.

Jetzt ruhst du ermattet von langer Reise,
eine kleine Weile bei mir.
Erzählst auf deine ruhig rieselnde Weise
von Sternen und Mond und dem wellenden Meer.

2018/Januar

 

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Das machte mein Kobold aus "Vorsätzen"

Vorsätze …

Zum neuen Jahr, ganz ohne Frage
hört man vielerorts die Sage:
dass manches sich jetzt ändern müsste.

Ich vermeide es beflissen
mit müdem Vorsatz mein Gewissen
zu belasten und zu quälen.

Doch mancher Raucher schmeißt die Kippen
wutentbrannt von hohen Klippen
und hofft das Meer verschlingt die Sucht.

Ein Dicke tönt: jetzt purzeln Pfunde.
Der Säufer lallt in Stammtischrunde:
ab morgen leb ich endlich ohne.

Der Casanova spricht von Treue,
von Mut und Tapferkeit der Scheue
und schwelgt im Geist bei großen Taten.

Doch kaum hat’s neue Jahr begonnen,
sind erste Vorsätze zerronnen,
die zweiten hat der Mensch verschoben.

Und nach durchwachten Winter-Nächten
miesen, müden, richtig schlechten,
weil das Gewissen gar so qüält;

der letzte Vorsatz auch noch fällt.

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Willkommen im neuen Jahr.
Ein neues Gedicht entsteht! 
Vorsätze ...
Heute drückte sich der Pater um eine ordentliche Predigt mit dem Argument, wir, die Kirchenbesucher wären in den letzten Tagen mit Predigten, Silvester-Reden und Neujahrsansprachen überhäuft worden und sein Vorsatz wäre: die kurze Predigt.
Um mich sah ich irritiert blickende Gottesdienstbesucher - die einen waren um ihren Sonntags-Vormittags-Nickerchen gebracht, die anderen um die Zeit um über private Probleme nachzudenken oder andere, wie ich, schlicht um das "Wort", das sie durch die Woche begleiten sollte.

Ich selbst vermeide es - für gewöhnlich - mir Vorsätze zu machen, eher Arbeitslisten.
Die werden dann auch fein säuberlich abgearbeitet.

Wie dem auch sei, seit heute morgen beschäftigt sich mein unruhiger Geist, mein Kobold im Kopf, mit Vorsätzen. Mal sehen was daraus wird. Lasst euch überraschen ...

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Dezember-Rosen

Dezember-Rosen an blattlosen Zweigen
Ehrfurchtsvoll ihre Köpfe neigen,

Vor dem, der da kommt, der ist und war,
Vor dem Wunder, das Maria im Stall uns gebar,
Vor dem Wort, das neues Leben dir gibt,
Vor dem einen, der alle Menschen liebt,
Vor dem Weg, den uns der Vater weist,
Vor der Hoffnung, die Jesus Christus heißt.

Ehrfurchtsvoll ihre Köpfe neigen,
Dezember-Rosen an blattlosen Zweigen.

Wie das Gedicht entstand? 
Vor Jahren.Ich ging durch meinen Garten. Die Dezember-Rosen nickten mir zu.
Eisperlen, glänzten an den Zweigen. 
Und ich dachte, dieses Bild sollte man in Worte fassen. 
Mit Worten malen und dann war da noch die Weihnachtsstimmung... 
Ich liebe Weihnachten. Ich schmücke jedes Jahr hemmungslos das Haus. 
Bevorzugt mit Naturmaterialien ... Zweige und Äpfel auf Schränken, Simsen, 
Kachelofen ...
Nur schwinden die Äpfel von Tag zu Tag. Apfelschwindsucht. 
Es sind natürlich keine Wichtel sondern die anderen Familienmitlgieder, 
die sich an den glänzend polierten Äpfeln gütlich tun. 
Aber die Ernte von unseren Bäumen war reichlich, also lege ich nach, 
schließe die Lücken...